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International Music

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24. Juni 2022 / 20:00
Orpheum Extra Graz

International Music

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Die Essener Indie-Rocker von International Music ziehen mit dem Album Ententraum durch die Lande und machen auch Halt in Österreich. Ein HEAST!-Konzert in Graz darf da natürlich nicht fehlen. 

‘Also pass auf: Ich war ein Mensch, der im Schlaf geträumt hat, dass er eine Ente ist!’, so beginnt ein Sketch von Karl Valentin, in dem sich der Protagonist drei Minuten lang darüber beschwert, aufgeweckt worden zu sein, bevor er im Traum als Ente einen Wurm fressen konnte… Willkommen in der fabelhaften Welt der Ente, willkommen zum zweiten International Music- Album mit dem fantastischen Titel ‘Ententraum’. Die Band hat ihr Album zwar nicht nach der alten Karl-Valentin-Nummer benannt, aber es ist doch ein schöner Zufall.

Peter Rubel, Pedro Goncalves Crescenti und Joel Roters wurden in diesem mehr als einstündigen Psychedelic-Rock-Trip beim kollektiven Träumen glücklicherweise von niemandem gestört. Höchstens von Produzent Olaf O.P.A.L, aber der ist nach der Produktion des gefeierten Vorgängeralbums ‘Die besten Jahre’ und dem nicht weniger erfolgreichen Album ‘Nenn mich Musik’ ihrer Schwesterband The Düsseldorf Düsterboys längst ihr Haus- und Hofproduzent geworden. Er stört also überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil!

‘Wenn ich wüsste, was in dieser Kiste ist, küsste ich Dich, den Fürst von Metternich’, mit diesen Zeilen beginnt die Reise und schon befinden wir uns mittendrin im 17 Lieder starken Ententraum- Epos. Aber Moment mal, meinen die tatsächlich den europäischen Politiker?! Oder den nach ihm benannten Sekt aus dem Rheingau?! Dann wiederum würde auch die besungene Kiste wieder Sinn machen. Die Musik dieses Traums klingt jedenfalls so, als hätten die Beatles ihre Inspiration für das Weiße Album nicht nur in Indien, sondern auch bei einem schottischen Dudelsackvirtuosen gesucht. Aber kaum hat man seine Gedanken zum fraglichen Fürsten etwas geordnet, da taucht auch schon ein gewisser Herr Schmidt als ‘Gedankenzähler’ auf. Dieser merkwürdige, von Pedro Concalves-Crescenti gesprochene Charakter, tritt auf diesem Album immer mal wieder als eine Art manischer Philosoph in Erscheinung. Er ist es auch, der sich später auf der Platte für den ‘Traum der Ente’ verantwortlich zeigt. Auch wenn Peter Rubel ihm dabei immer wieder ins Wort fällt – und das nicht nur in diesem Song.

Der Gedankenzähler jedenfalls scheint vor allem ein großer Geschichtenerzähler zu sein, voller versponnener und entzückender Ideen. Aber das wirklich Verrückte auf diesem Album: Alles in diesem surrealen Ententraum ergibt sofort Sinn, wenn die Band zum Chorgesang anstimmt. Der für International Music so typische Harmonie- Gesang, der immer so klingt, als singen The Byrds gerade zusammen mit Ian Curtis. Sixties- Pop und 80er Jahre Postpunk in einer vollkommen stimmigen Melange. Flowerpower in einer Welt aus Beton und Glasfaserkabeln. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob gerade die ‘Beauty of the bar’ oder ein ‘Wassermann’ besungen wird, ob wir uns mit ihnen auf die ‘Insel der Verlassenheit’ oder in die ‘Höhle der Vernunft’ begeben. Am treffendsten bringt es die Band selbst im Song ‘Misery’ auf den Punkt: ‘Die Sprache ist eklektisch. As you and me!’ Doch sobald der Chorgesang aufblüht, ist die Band über ‘All this misery’ komplett erhaben. Das Herz geht einem auf – und das ohne jeden Deutschrock-Pathos!

Da wird sich zwischendrin lieber in bester S.Y.P.H.-Punk-Manier mit verzerrten Instrumenten gegenseitig angemacht und ‘Spiel Bass!’, geschrien, Oder es erklingt, wie im Song ’Marmeladenglas’, ein Stoner-Rock-Riff, das sich im Laufe des Stücks zum monotonen Drone entwickelt, weil Drummer Joel Roters den Schlagzeug-Einsatz so schön lang herauszögert. Und wenn es schließlich in dem Song ‘Zucker’ heißt: ‘Falsche Leute angelacht / Zu viel nachgedacht / Weltraumschrott im Treppenhaus / und der Blues schaut aus seiner Wohnung / in seinem Samtpullover in dunkelblau / Hart aber fair, am Start und zwar sehr’, dann sind die Fehlfarben aus ‘Monarchie & Alltag’ tatsächlich nicht mehr weit.

Vielleicht sind International Music so etwas wie eine hochmusikalische Punkband. Wobei sie unbedingt auch eine Krautrock-Band sind, hörbar große Verehrer von La Düsseldorf, sich aber immerzu dem Song verpflichtet fühlen. Ebenso unüberhörbar: Der Einfluss der brasilianischen Tropicalismo-Bewegung.

Aber nun, so eine Ente ist ein außerordentliches Tier: Sie kann schwimmen, tauchen, gehen und fliegen! Genauso vielseitig bewegt sich diese Band auch zwischen den Musik-Genres. Sie macht eben immer auch das exakte Gegenteil von dem, was man ihr gerade nachsagen möchte.

So wirkt ihr Ententraum am Ende wie ein Konzeptalbum, das einem die ganze Zeit über zu sagen scheint, dass es wohlmöglich nicht nur ein, sondern unendlich viele Konzepte gibt. Lauter lose Fäden in einem surrealen Tagtraum. Da kommen dem gebannt lauschenden Hörer, der gebannt lauschenden Hörerin, sofort The Doors und ihr Song ‘Light my fire’ in den Sinn. Diese Referenz ist nicht einmal weit hergeholt, denn International Music beeindrucken uns in diesen 64 Minuten vielfarbiger Träumereien mit hoher Intensität und packender Dramaturgie, wie es eben nur die ganz großen Bands können. Und wieder ist den drei Musikern aus Essen dabei eine große Liebeserklärung an die Formation Schlagzeug, Bass und Gitarre gelungen.
‘Der grüne Sarg und sein Pronom / wenn ich’s denke, weiß ich schon / Der Dschungel ist mein Zuhause / Ein grünes Band umarmt mich zart (…) weder weich, noch hart’, heißt es schließlich im vorletzten Stück. Musik und Poesie im hochinspirierenden Zusammenspiel von Mensch und Natur.

Aber fassen wir lieber nochmal zusammen, bevor wir uns vor lauter Begeisterung am Ende noch überschlagen: Der ‘Ententraum’ ist ein humorvolles, sprachverliebtes, psychedelisches (Anti-) Konzeptalbum voller Hits für hochkomplizierte Zeiten. Ein Album, mit dem sich die Träumer Peter Rubel, Pedro Goncalves- Crescenti und Joel Roters wieder ‘raus aus’m Zoo’ und ‘rein ins Geschäft’ wagen. Karl Valentin hätte vermutlich große Freude an diesem Werk gehabt.

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Der Traum der Ente

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5K HD

5K HD

08. September 2022 / 20:00
Orpheum Extra Graz

5K HD

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HEAST! zieht 5K HD die Stecker und präsentiert die Band unplugged. Die futuristischen Songs von 5K HD werden in ihrer akkustischen Version warm, nahe, ehrlich, fragil, gewinnen an Dynamik und Tragik. Mehr Raum, mehr Stille.

– Creation Eats Creator –

Mira Lu Kovacs (Stimme), Benny Omerzell (Klavier), Manu Mayr (Kontrabass), Martin Eberle (Trompete), Andreas Lettner (Schlagzeug)

5K HD fressen und gebären sich selbst.
Die Band, die für die Kreation ihres computerlosen elektronischen Sounds x-fach international preisgekrönt wurde, die wider Erwarten alles auf ihren Instrumenten gespielt, aber bis ins Unkenntliche verfremdet, verzerrt, durch Schaltkreise geschickt und mit Effekten versehen hat, sodass am Ende niemand mehr wusste, von wem jetzt eigentlich welcher Klang erzeugt worden war, veröffentlich jetzt ein rein akkustisches Album.
Mit Creation Eats Creator starten 5K HD eine Tour, die den Begriff unplugged in eine andere Dimension abheben lässt.

Die 5 Ausnahmemusiker*innen, die ihre Instrumente nicht nur beherrschen, sondern deren Klänge erforschen und neu konstruieren, verwandeln die digitalen Labyrinthe ihrer bisherigen Songs in hypervisible akkustische Klangkunstwerke im avantgardistischen Popformat. Noch nie konnte man so gut sehen, was einen 5K HD hören macht. Creation Eats Creator ist die Entzifferung, die Offenlegung, das pure Ausgangssignal: akkustisch, apokalyptisch, intim, dramatisch, losgelöst.

Es ist eine Wiener Spezialität geworden, komplex strukturierte Rhythmen leicht und flockig klingen zu lassen. Broken Beats, die tight vorwärts grooven, die Affinität zu experimentellen Sounds, die sich weich anschmiegen und aus dem Dunkel hervortreten. 5K HD liefern dazu die Erweiterung ihrer Spieltechniken, machen Nebengeräusche zu Haupttönen, ästhetisieren in ihren futuristischen Songs das, was normalerweise als unerwünscht oder unkontrolliert gilt, erzeugen mit akkustischen Mitteln abstrakte Sounds.

Was bei Andreas Lettner nach dem 808 Clap der berühmten Drummachine klingt, sind mehrere übereinander gestapelte Schlagzeug-Becken. Martin Eberles Trompete erzeugt Screams & Noise oder kippt ohne Mundstück in eine weich flötende Sirene. Benny Omerzell präpariert das Körperinnere seines Klaviers mit Magneten und Filzen. Die kantigen Eigenschaften einer Fuzz-Extremverzerrung stellt Manu Mayr akkustisch her, in dem er mit seinen Fingernägeln die Kontrabass-Seiten zum Schnarren bringt.

Alles, was auf Creation Eats Creator zu hören ist, wird in dieser Form live umgesetzt: keine Overdubs, keine eingespielten Chöre, keine gedoppelten Instrumente. Erstmals singt Mira Lu Kovacs mehrstimmig mit ihren Bandkollegen.

Mira Lu Kovacs verhandelt in ihren Texten den Unruhezustand einer Menschheit, die gerade von ihren eigenen Erfindungen aufgefressen wird, die es geschafft hat, die eigene Gesellschaft und die sie umgebende Natur gegen sich zu richten. Wo ist das Happy F***ing Life als Grundrecht für alle? Bleibt es für die Mehrheit eine Happy F***ing Lie? 5K HD greifen in Ruhe an, treiben ihre Musik unausweichlich und spannungsgeladen einem Ende entgegen, das wir noch nicht fassen können. Die Stimme bleibt ganz nah, die Instrumente verlassen die Erdatmosphäre. Creation Eats Creator schwebt im Unbekannten, auf die Erde und die Menschheit blickend, mit der Frage: Was hat all das mit mir zu tun?

Mit 5K HD ewartet man den Untergang, aber im Tunnel scheint das Licht.

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Happy Fxxxing Life

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Cari Cari

Cari Cari

6. Oktober 2022 / 20:00
Orpheum Extra Graz

Cari Cari

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Margaritas in der Wüste, Sex unter freiem Himmel und lange Fahrten in der Nacht ans Meer. Cari Cari ist ‚Lana del Rey meets Queens Of The Stone Age‘: sorgenfreie Tage, rote Sonnenuntergänge und der Indian Summer Blues.

Der Rolling Stone nennt Cari Cari die wichtigste Live-Entdeckung des Primavera Sound Festivals in Barcelona. Das Duo schaffte es auf Platz 6 der meistgebuchten Newcomer Europas und wird seit ihrem Debut ‚AMERIPPINDUNKLER‘ von Blogs und Magazinen weltweit als eine der spannendsten Neuentdeckungen Europas gehandelt. Internationale Medien bezeichnen das Duo abwechselnd als ‚The Lovechild Of The Kills and The XX‘ (IndieShuffle, US) ‚with a pinch of Morricone‘ (FM4, AUT) oder die nächsten ‚Cat Power‘ (BestBefore, AUS).

Bei unzähligen Auftritten von Australien bis Portugal und auf renommierten Festivals, wie Eurosonic Noorderlsag (NL), The Great Escape (UK), Linecheck Milano (ITA) übertraf Cari Cari wieder und wieder die Erwartungen aller Teilnehmer und wurde auch in Österreich am Waves Vienna Festival von einer internationalen Expertenjury zur besten Newcomer-Band des Landes gekürt (XA-Award). Cari Cari sind Stephanie Widmer aka Louise Yamamoto (Vocals, Drums & Didgeridoo) and Alexander Köck (Vocals, Guitars). Das Duo lebte in London, Hamburg und Madrid, das Debütalbum “ANAANA” erschien 2018.

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Summer Sun

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Max Prosa & Band

Max Prosa & Band

8. OkTober 2022 / 20:00
Orpheum Extra Graz

Max Prosa & Band

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Der Berliner Singer-Songwriter veröffentlicht im September 2022 ein neues Album und kommt mit seinen Songs auch nach Graz.

“Die Phantasie wird siegen” hieß das Album, mit dem Max Prosa und seine Band im Jahr 2012 aus dem Nichts in die Top 20 der deutschen Albumcharts starteten. Das Erfolgsrezept schien zu sein, ihre Spielfreude und ihr Talent so pur wie möglich auf Platte zu pressen. Kein Erfolgsproduzent war beteiligt, alle Lieder wurden einfach live aufgenommen. Ein einzigartiger Vorgang in der neueren deutschen Popgeschichte. 

In den folgenden zwei Jahren tingelten Max und seine vier Mitstreiter Joda Foerster, Erez Frank, Stefan Ebert und Alexander Binder durch das Land, um auf allen Bühnen zu spielen und sich dann kurz darauf wieder in allen Winden zu verlieren. Es sollte fast zehn Jahre dauern, bis sie nun, im Frühjahr 2022, wieder gemeinsame Konzert geben. Und sie haben neben ihren alten Hits auch ein neues Album im Gepäck. Den Nachfolger ihres Debuts. Es wurde auch Zeit.

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Mein Bruder

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pauT & the greaT kellys

pauT & the greaT kellys

by Carina Antl

19. Oktober 2022 / 20:00
Orpheum Extra Graz

pauT & the greaT kellys

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Durch Auftritte als Bassist mit ‚Der Nino aus Wien‘ sowie ‚Clara Luzia‘ ist ‚pauT‘ bereits einem breiten Publikum bekannt. Als Instrumentalist/Sänger ist er auf Alben von ‚Wanda‘, ‚Tocotronic‘ & ‚Andre Heller‘ zu hören. Jetzt kommt pauT auch nach Graz. 

Unter dem Namen pauT konnte er mit dem Titel ’sepp hat gesagT, wir müssen alles anzünden‘ den Fm4-Protestsongcontest gewinnen. Am 24. April 2020 veröffentlichte ‚pauT‘ sein neues Album ‚welTraumkaTzen‘. Ein Konzept-Album ganz im Stil der 60ies/70ies mit musikalischen Hommagen an ‚The Beatles‘, ‚David Bowie‘ und das Space-Age of Pop. Der ‚bayrische Rundfunk‘ präsentierte das Album unter dem Slogan ‚So klingt ein kosmisches Genie‘, die ‚Wiener Zeitung‘ bezeichnete pauT als ‚Unknown Legend der österreichischen Musikszene‘.

Als Unterstützung bei den Live-Shows (wie auch am Album) ist die charmante Ladies-Band the greaT kellys mit an Bord! Gemeinsam bringen ‚pauT & the greaT kellys‘ ein Psychedelic-Spektakel auf die Bühne, die Konzerte werden zur Zeitreise zwischen den Roaring Sixties und den 2020ern.

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das kosmische genie

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Dives

Dives

28. Oktober 2022 / 20:00
Orpheum Extra Graz

Dives

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Die all-female Band DIVES aus Wien spielen nach 7 erfolgreichen Jahren und 120 Konzerten in 12 verschiedenen Ländern nun endlich auch ihr erstes HEAST!-Konzert in Graz. 

​DIVES ist eine all-female Band aus Wien, bestehend aus den Band­mit­gliedern Dora De Goederen, Tamara Leichtfried und Viktoria Kirner. Kennen­gelernt haben sich die drei 2015 teil­weise ohne Instru­men­ten­­­kennt­­­nis­se auf einer Musik­woche für Frauen, Inter- und Trans­per­sonen, dem so­ge­nannten Pink Noise Girls* Rock Camp. Ab 2016 standen Dora, Tamara und Viktoria regel­mäßig als DIVES gemein­sam im Probe­raum. Seit ihrer Band­grün­dung 2016 haben DIVES rund 120 Konzerte in 12 ver­schie­denen Ländern gespielt.

Das Wiener Indie-Trio DIVES präsentierte mit ‚Teenage Years Are Over‘ ein großartiges Debütalbum – jetzt ist das ersehnte 2. Studioalbum in den Startlöchern und erste unveröffentlichte Songs daraus werden 2022 bereits live zu hören sein!

Als das Wiener Trio DIVES 2017 Jahren mit seiner Debütsingle ‚Shrimp‘ als frische Brise auf’s österreichische Indie-Pop-Parkett fegte, fühlte sich das an, als würde alles an seinen Platz fallen. Eine prominente Bassline, ein genau richtig rumpelndes Schlagzeug, dazu Surfgitarre und der Tanz von zwei Stimmen, die einander umspielen und ergänzen: Ein Song wie ein Sommertag, spontan und intensiv, leicht wehmütig und einen Tick zu kurz, und er legte den Grundstein für ein Füllhorn an weiteren guten Liedern, die Tamara Leichtfried, Viktoria Kirner und Dora de Goederen noch schreiben würden. Die tragen Titel wie ‚Drum‘, ‚Waiting‘ oder ‚Tomorrow‘ und erzählen von Freundschaften und Sehnsüchten, von Self Care und Zusammenhalt gegen die Kälte von außen. ‚How can you feel when your hearts are made of stone?‘, diese Frage richtet etwa ‚Tomorrow‘ wieder und wieder an ein ‚Ihr‘. Musik als Antidot gegen die Verrohung: DIVES-Songs geben Halt und haben Haltung. Mit dem erleichterten Ausruf ‚Teenage Years Are Over‘ in Albumtitelform nahmen DIVES im Herbst 2019 dann nach ihrer Debüt-EP auch die Langstrecke mit Stil. Wieder fügten sich Garagenrock und Surfpop, Breeders-Harmoniegesänge und Indie mit 90er-Schlagseite zu dem großen Kunststück der Band zusammen, das den Fall des Patriarchats mit Augenzwinkern und Nonchalance einläutet.

‚Chico!‘ wurde im gleichnamigen Album-Opener kurzerhand über die Straße zurückgepfiffen, später in ‚Nightdrive‘ hieß es unbekümmert ‚Don’t you know, I’m not falling for you‘. Denn das Ende von Unsicherheiten und Teenage Angst aus dem Albumtitel geht auch einher mit den diversen Verantwortungen des Erwachsenseins, und dies ist möglicherweise die schlechte Nachricht für jene, die noch immer glauben, dass ihr – wenngleich naiver – Alltagssexismus als Kompliment zu gelten hat. ‚Er hat es nicht so gemeint,‘ diesen Ohrwurm von einem Satz aus dem Leben jeder Frau* griffen DIVES auch in ihrer Single ‚Burger‘ auf, eines der ersten Lebenszeichen der Band seit der Ehrenrunde ihres Albums durch zahlreiche Feuilletons und Jahresbestenlisten. Zu ‚Burger‘ gibt es außerdem ein einzigartiges Musikvideoprojekt inklusive eines eigens programmierten und auch außerhalb des Musikvideos (Regie & Realisation: Sarah Kreuz), in jedem Browser online spielbaren Games (Realisation: KINAYA STUDIOS). Wir folgen darin einem sprechenden Burger durch diverse Stationen des im Song behandelten Alltagssexismus gegenüber Frauen*, dazu erklingt als eigenes Sound-Design zum 80er-Jahre Games-Stil ein Spezial-8-bit-Remix der Single. DIVES arbeiteten dafür ausschließlich mit Frauen, jeweils aus den Bereichen 2D-/3D-Animation sowie Game Development, zusammen.

In ihrer letzten Single ‚Streets‘ singen DIVES über die Sehnsucht nach langen Nächten und lauen Sommerabenden, über das Nicht-Nachhause-Gehen-Wollen, die Zerstreuung und das Loslassen. Sie singen über jene besondere Abende, durch die man schwebt, schwerelos, frei vom Ballast und mit dem Kopf in den Wolken: Stell dir vor, der Sommer wäre noch nicht zu Ende, der Sprudel würde ewig fließen und jeder Sonnenaufgang wäre Vorbote des nächsten rauschenden Fests.

Und das Fest geht weiter – denn DIVES wissen, was sie können, was sie zu dritt ausmacht und welche Songs sie schreiben wollen. Mit ihrem ersten Longplayer sind sie in die Riege der großen Indie-Bands Europas aufgestiegen und haben über 13 Länder bespielt. Das im Oktober 2022 erscheinende neue Album wird eine Fortsetzung der Bandgeschichte, ein Zeugnis musikalischen Zusammenwachsens und Ausdruck neu gelernter Arbeitsweisen während der Pandemie sein. Wie gewohnt abwechslungsreich aber dem unverwechselbarem DIVES-Sound treu bleibend, leichtfüßig aber selbstbewusst.

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streets

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Oehl

Oehl

Oehl

3. November 2022 / 20:00
Dom im Berg Graz

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Dass OEHL, Musikprojekt des Wiener Pop-Poeten Ariel Oehl, seit 2019 tanzbare Gedichte serviert, ist bekannt. Für HEAST! ist es zum ersten Mal ein Wiedersehen, denn OEHL spielt zum zweiten im HEAST!-Modus. 

​Wie das ist, wenn man emotional verwundet ein neues Leben beginnt, erzählt uns Oehl im Song ‚Weitergehen‘ schmerzhaft schön. ‚Jedem Anfang geht ein Ende voraus‘ sang Oehl bereits auf dem Song Keramik. Diesen Song betitelte der Musiker Casper 2019 als Song des Jahres und Herbert Grönemeyer sah sich dazu veranlasst, Oehl zu seinem Label Grönland Records zu holen und Ende 2019 auf seiner Stadiontournee als Vorgruppe zu engagieren.

Auf dem mittlerweile zweiten Album mit dem Titel ‚Keine Blumen‘, das am 26. August 2022 erscheint, wird gestorben, getrunken, gescheitert und gelogen. Vor allem aber wird auf ‚Keine Blumen‘ unverblümt gelebt. Mit allen Risiken, Vorzügen und Hinterlistigkeiten. Aber was bleibt uns schließlich anderes übrig? ‚Manchmal gibt es einfach keine Blumen. Das Leben will eigentlich gar nichts, und der Tod noch weniger‘, erzählt Ariel Oehl.

Im Herbst 2022 gehen Oehl in neuer Bestzung und mit neuem Album auf Tournee durch Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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HEAST! ist eine aus der freundschaftlichen Kooperation mehrerer Veranstalter entstandene Plattform, die es sich zur Aufgabe macht, unterschiedlichste Konzerte in Graz durch gemeinsame Synergien zu realisieren und dabei gleichzeitig dem leidenschaftlichen Musikverständnis der Mitglieder sowie der generellen Wertschätzung gegenüber Künstler*innen zu entsprechen. HEAST! versteht sich nicht als Massenprogramm, sondern bietet Live-Erlebnisse für aufgeschlossene, Musik liebende Menschen.

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Orpheum Graz (c) Sebastian Neugebauer

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